Weiter mit und ohne Wagen

– Airolo – Osco –

Um 7: 07 Uhr geht es nach einem kurzen Frühstück auf dem Zimmer los. Wie immer wollen wir die Hitze fliehen.

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Es geht ziemlich steil los und ich finde heute meinen Rhythmus nur sehr langsam. Vielleicht liegt es daran, dass ich gestern mit leichtem Gepäck unterwegs war und fast nur abwärts gegangen bin. Jedenfalls schwitze ich auch ohne Sonne ganz schnell.

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Trotzdem sind wir schnell unterwegs, schaffen unsere ersten zwei Anstiege schon vor Mittag. Das ist auch gut, denn es wird dann auch wieder schön warm, und der erste Teil geht auch meist über Asphalt und ohne viel Schatten.

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Wir machen zwar mehrere Pausen, kommen aber schon bald in die Nähe von Osco, unseres heutigen Etappenziels. Der letzte Abstieg hat es jedoch in sich. Er ist sicher mit der schwerste Weg, den wir bisher gegangen sind. Steil, steinig, brüchig, wurzelig, aber alles sehr stark.

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Rainer tut sich zwar auch schwer mit seinem Wagen, aber er lobt ihn doch in den höchsten Tönen. nicht nur, dass seine Knie entlastet sind, auch kann er sich noch an ihm abstützen. Ein wenig beneide ich ihn schon, denn mittlerweile schmerzen meine Knie doch ziemlich.

Und dann noch der letzte Anstieg, wieder in der Sonne. Dann sind wir in Osco
Wir hatten damit gerechnet, noch weiter zu wandern, im nächsten Ort entweder eine Unterkunft zu finden, ein Hotel oder den Campingplatz ein wenig unterhalb, oder auch irgendwo im Wald zu übernachten.

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Als wir unsere Wasservorräte beim Brunnen auffüllen, sehen wir das Schild des Ristorante Marti, das auch ein Symbol für Zimmer beeinhaltet. Es war nirgends im Internet zu finden, noch sind wir skeptisch. Aber das Hotel hat Charme, wenn auch altertümlichen. So sind wir froh, dass wir nicht mehr weiter müssen und mieten uns ein.
Kurz darauf werden unter uns im Gastraum italienische Lieder zur Gitarre angestimmt. Ein spontanes Sängertreffen, am frühen Nachmittag.

Am Abend trifft sich dann das halbe Dorf, trinkt zusammen, unterhält sich und spielt Karten. Die Gemüter schwappen da auch schon mal über, italienisch eben.
Das Essen ist dann auch sehr lecker und was will der Wanderer mehr?!

 

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