Endlich wieder Pilger

Sarzana – Marina di Carrara –

Checkout ist erst um 8.30, spät komme ich los. Dann nehme ich den Zug in die falsche Richtung.
So geht es in Sarzana erst um kurz vor 13 Uhr los.

Schöne historische Stadt, leider habe ich keine Zeit für eine Besichtigung.

Bis auf den Anfang ist es eine wunderbar flache Tour.
Zwar ist es sehr warm, bis 28°, jedoch bisweilen weht ein kühlender Wind und verschafft mir Linderung.

Bis 17 Uhr habe ich mit Pausen, unter anderem in einer Bar mit kaltem Aqua frizzante und Foccaca mit Mortadella, 18 km geschafft.

Vielleicht weil ich insgesamt zu wenig getrunken habe bekomme ich leichte Krämpfe in meiner Wade und checke in einer Pilgerherberge ein, was problemlos geht.Dies ist ein richtiger Pilgerweg, mit allen Vorteilen, incl. Stempel.

Meine Mitbewohner sind zwei Italiener und Jacques, ein Niederländer. Er ist der einzige, mit dem ich mich wirklich unterhalten kann, meist auf englisch. Sein deutsch ist nur rudimentär und mein niederländisch gar nicht vorhanden. Zu viert gehen wir dann noch essen und ich bekomme für 12 € Spagetti Vongole, Cotoletta Milanese mit Patata Fritte, Brot, Wasser und Rotwein. Alles sehr lecker. Nochmal: für 12 €!

Pilger leben gut und günstig. Das bißchen Pilgern nimmt man dann gern in Kauf.

Auf dem Platz vor der Pilgerherberge tobt jetzt das Leben, die Bambini drehen auf und die Ragazzi ihre Runden.

Nur ich schlafe bald den Schlaf des Gerechten, weil ich morgen mal wieder früher los will.

Endlich fängt Italia an mir zu gefallen.

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