Zwischenspurt

Marina di Carrara – Capezzano –

Da es kein Frühstück in der Pilgerherberge gibt, versorge ich mich selber und bin schon um 7.30 auf dem Weg. Ein Regenschauer mit Gewitter ist vorher durchgezogen und zieht jetzt vor mir her.

Glücklicherweise bleibt es vor mir und dreht dann ab. Den ganzen Tag bekomme ich nur wenige Tropfen ab, obwohl es bis zum frühen Nachmittag bedeckt ist.

Was natürlich den großen Vorteil hat, daß die Temperatur zum Wandern sehr angenehm ist, was ich voll ausnutze. Bis Mittag bin ich schon über 20 km gelaufen.

Dann kommt die Sonne doch noch raus und es wird schwieriger, trotzdem schaffe ich heute über 33 km. So rückt Rom schon deutlich näher, es sind natürlich immer noch fast 300 km.

Erstmal geht es nach oben und dann an Massa entlang. Zunächst nicht so berauschend, aber der Blick geht bis zum Meer, allerdings in Wolken und Nebel gehüllt.

Dann führt der Weg auch durch die lebendige Stadt, auf einem Platz mache ich Pause mit einem Müsliriegel, ein Gelato verkneife ich mir, noch.

Wieder geht es hinauf, an einer Kirche warten Leute, worauf wohl. Gerade kommt der Sarg angefahren, aber da bin ich auch schon wieder weg.

Jetzt wirds etwas mysteriös. Denn obwohl ich den offiziellen Track geladen habw, zeigt mir Komoot jetzt offensichtlich eine Eigenkreation an. So komme ich an einem schon halb zerbröselten Kanalbett, einem Feuchtgebiet, einem Dschungelpfad und vielen Siedlungen vorbei.

Schließlich führt mein wilder Weg wieder auf den offiziellen, da fängt es wieder zu regnen an, Zeit für eine Pizza. Die schmeckt ziemlich gut, obwohl die Funghi nur aus der Dose sind.
Gleich danach treffe ich Jacques wieder, bald zieht er aber wieder an mir vorüber.

Pietrasanta ist ein netter Ort, wo ich auch gerne länger bleiben würde, und ich überlege, im gleichen Quarter wie Jacques zu übernachten. Aber da dort noch keiner da ist, rufe ich in der nächsten Herberge an und bekomme eine Zusage. Mit einem Gelato Limone als Wegzehrung mache ich mich auf den Weg.

Die 4 km da hin sind sehr heiß. Jetzt bin ich auf dem Land. Die Adresse stimmt nicht, aber der Herbergsvater kommt schon angefahren und sammelt mich ein. Ich habe einen ganzen großen Raum für mich alleine.

Der Ort Capezzano Pianore ist nicht weit, ich gehe in die Pizzeria zum Essen. Die Pizza ist gut. Der Salat mit cremigem Schafskäse, Äpfeln und Walnüssen ist ein Gedicht. Das Pizzabrot bzw Foccaca dazu, mit Thymian, Olivenöl und reichlich Salz ist die wahre Sensation.

Alles esse ich auf, es ist viel, und das Weißbier aus Augsburg macht mich dann engültig glücklich.

2 Gedanken zu “Zwischenspurt

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