Zeit genug in Italien

San Gimignano – Monteriggioni –

San Gimignano im Morgengrauen

Weil ich wieder um 6.30 losgehen will, hatte ich mir eine Lunchbox vorbestellt. Was ich dann darin finde ist allerdings eine Enttäuschung. Eine matschige Banane, Zwieback, Marmelade und Nußnougatcreme in Portionspackungen müssen zuhause bleiben. lediglich ein kleiner Joghurt und eine Miniflasche Aprikosennektsr dürfen mit auf die Reise.

Viel geht es wieder über Feld- und Waldwege, durch diese wunderbaren toskanischen Hügel, auf und ab, wenig durch Dörfer, meist daran vorbei. Trotzdem gehe ich zumindest am Anfang ziemlich schnell.

Denn zwei Herzen schlagen zur Zeit in meiner Brust.
Das eine schlägt dafür, hier möglichst viel zu sehen und zu erleben, sich Zeit zu nehmen, ganz da zu sein.

Das andere schlägt dafür, möglichst schnell nach Rom zu wandern, um endlich nach Hause zu kommen nach so langer Zeit, zu den Lieben.

Und wie gesagt, entscheide ich mich zunächst für die Heimat, gehe schnell und überlege, ob ich es vielleicht heute schon bis Siena schaffe.

Aber mein Körper, d.h. mein Wade weiß es besser. Und so meldet sich mein alter, weiser Wander-Ratgeber wieder „zu Wort“, bekommt wieder eine leichte Zerrung und zwingt mich dazu langsamer werden. Nach Monteriggioni schaffe ich es gerade noch so. Ich checke in der Pilgerherberge ein und kann mich erholen.

Irgendwie ist also eine Entscheidung gefallen, ich werde langsamer gehen, maximal 30 km weit am Tag, und mich wieder mehr auf das Land einlassen, meinen Rhythmus wieder finden.

Wandern eben, nicht nur eine Aufgabe erledigen oder ein Ziel erreichen.

Monteriggioni ist ein altes Castello, eine Burg, darin im Grunde ein Touristen-Museumsdorf. Viele Restaurants und Läden. Es fährt kaum jemals e Auto durch, und das in Italien. Alles ist um einen relativ kleinen Platz gruppiert.

Herrlich am Abend hier im Restaurant mit Allen und Kristina, einem dänischen Paar zu sitzen, zu essen und zu trinken, sich zu unterhalten.

Danch auf einer Bank noch meinen Blog zu tippen und sich auf verbleibende zwei Wochen in Italien zu freuen. Und eine schöne Zeit zu haben.

Zeit genug habe ich doch.

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